Kindersport – Bedeutung von Sport im Kindesalter



Koordinatives Boxtraining

Kindersport war in der früheren Zeit völlig normal. Leider hatten die wenigsten Kinder die Möglichkeit im Verein gutes Training zu bekommen und die Techniken der Sportarten zu lernen, doch das ließ sie nicht davon abbringen draußen Fußball, Völkerball, Basketball usw. zu spielen. Sie nutzten ihre freie Zeit um mit Freunden zu spielen und aktiv zu sein. Ganz im Gegensatz zu heute, wo die Spieleindustrie die meisten Kinder vorwiegend vor dem Fernseher, Tablet oder dem PC hält. Hinzu kommen Smartphones mit Internetfunktion, Spielen und vielen weiteren Features. Dadurch ist der Kindersport, trotz der heutigen vielen Vereinsmöglichkeiten drastisch zurückgegangen. Denn die Kinder müssen sich, wenn sie kommunizieren oder spielen wollen nicht mehr persönlich treffen oder rausgehen. Zahlreiche Apps (z.B. Whatsapp, Snapchat, Facebook etc.) und onlinebasierte Spiele machen das möglich. Dadurch entsteht schon im Kindesalter Bewegungsmangel. Jeder weiß zwar, dass zu wenig Bewegung ungesund ist, doch welche gravierenden Folgen das auf die Entwicklung von Kinder und Jugendliche haben kann, wissen die wenigsten.

Inwiefern wirkt sich Kindersport auf die Entwicklung aus?

In der frühen und mittleren Kindheit werden in den Bereichen der motorischen, kognitiven und sozialen Entwicklung grundlegende Fertigkeiten aufgebaut‘1, welche sich nachhaltig auf den Verlauf des weiteren Entwicklungsprozess auswirken‘2. Verschiedene Forschungszweige bestätigen, dass die Entwicklung von Denk- und Wahrnehmungsleistungen eng an Bewegung gebunden ist. Die Gehirntätigkeit wird durch Bewegung angeregt und die Aufnahme-, Merk- und Konzentrationsfähigkeit hängt unmittelbar von der körperlichen Verfassung ab. Somit ist Bewegung ein wahrer Alleskönner. Denn Bewegung ist nicht nur für körperliche und kognitive Entwicklung maßgeblich‘3, sondern fördert zudem die Lernfähigkeit und das sozial-emotionale Wohlbefinden des Kindes‘4.

Empfehlen können wir in diesem Zusammenhang die Website von Elternwissen – wo Sie zahlreiche interessante Artikel rund um das Thema Kindersport und Kindeserziehung finden.

Also können Kinder mit viel Bewegung auch ihre Schulnoten verbessern?

Genauso ist es! Eine veröffentlichte Studie von Wissenschaftlern der schottischen Universität Dundee bestätigte, dass durch regelmäßigen Sport Kinder und Jugendliche ihre schulischen Leistungen merklich verbessern. Dabei gebe es einen Zusammenhang zwischen Häufigkeit von Sport und den Schulnoten.
Es heißt also, je mehr Sport, desto besser!

Wie motiviere ich Kinder zum Sport?

Eigentlich ist es gar nicht so schwer die Kinder zum Sport zu motivieren, man braucht nur den richtigen Ansatz. Kinder haben nämlich von Natur aus einen Drang zu Bewegung. Haben sie jedoch öfter schlechte Erfahrungen in Sportarten gemacht (z.B. in der Schule), die ihnen nicht lagen, bekommen sie eine immer stärkere Abwehrhaltung gegen Sport. Um diesen Vorgang entgegenzuwirken, bieten wir von Move-It in unseren Sportcamps eine Vielzahl verschiedener Sport- und Trendsportarten an, in denen sich Kinder ausprobieren und beweisen können. Wir vermitteln zudem die wichtigsten Techniken jeder Sportart, damit sie damit auch in der Schule in Zukunft punkten können. Zum Schluss der Camps gibt es dann für jedes Kind eine individuelle Empfehlung, welche Sportarten am besten zu ihm passen. Denn wenn man erst mal den passenden Sport für sich entdeckt hat, will man gar nicht mehr damit aufhören.

 

Literatur:
1Zimmer, Renate (2007). Handbuch der Psychomotorik. Theorie und Praxis der psychomotorischen Förderung von Kindern. Freiburg: Herder.
2Arbinger, Roland. (1995). Entwicklung der Motorik. In Hildegard Hetzer, Eberhard Todt, Inge Seiffge-Krenke & Roland Arbinger (Hrsg.), Angewandte Entwicklungspsychologie des Kindes- und Jugendalters (S. 47-76). Heidelberg, Wiesbaden: Quelle & Meyer
3Arbinger, Roland (2001). Entwicklung des Denkens (3. Auflage). Landau: Verlag Empirische Pädagogik
4Herchenbach-Herweg, Veronika (2000). Lernen braucht mehr … . Ein bewegungsorientiertes Förderkonzept. Grundschule, 32(9), 62-63.